Sonntag, 5. Februar 2012

JLA 1-4 New World Order

Autor: Grant Morrison 
Zeichner: Howard Porter  
Story: Die USA sind verunsichert, eine mysteriöse Gruppe aus Superwesen, die sich der Hyperclan nennt, landet auf der Erde. Unter der Führung des güldenen Protex entpuppt sich die Bande als scheinbar friedlich. Ein bisschen wie Klaatu damals in "The Day The Earth Stood Still" (1951) kommen die Fremden, um der Erde zu helfen. So versuchen sie den Boden in der Sahara wieder fruchtbar zu machen, weitere Wunder zu wirken und errichten 3 Stationen. Die Menschen stehen plötzlich auf der Seite des Hyperclans und wenden sich gegen die JLA. Das Hauptquartier der JLA wird dann auch noch zerstört und die "alten" (?) Mitgliedern sind dann erstmal außer Gefecht. Im Folgenden macht sich die JLA in Teams auf den Weg zu den Stationen. Sie werden gefangen genommen und auf in einer Art außerirdische eiserne Jungfrau gesteckt. Der Martian Manhunter läuft zu den Außerirdischen über. Nur Batman hat es unbehelllicht in das Hauptquartier geschafft, ganz ohne Superkräfte herausgefunden, dass die Typen Marsianer sein müssen und ihnen Feuer unterm Arsch gemacht werden kann. Die JLA gewinnt.    
Morrison stürzt hier im Prinzip mit der Tür ins Haus. Es wird ein unbekanntes Superwesenteam auf die Erde gebracht, dass die Menschen polarisiert und zumindest ein ambivalentes Gefühl beim Leser hinterlässt. Dass er das heikle Thema der Todesstrafe anschneidet und somit eine grundsätzliche Frage über Moral in den Raum stellt, passt zum Themen "Bedrohung von Außerhalb" ganz gut. Ansonsten passiert einiges. Aquaman hat immer noch kein Bock auf die JLA und geht WW fast an, Flash und Green Lantern verstehen sich nicht so super wie ihre Vorgänger und die ganze Geschichte hat eine herrliche Note aus vielen alten Science Fiction Geschichte wie die Body Snatcher, Krieg der Welten oder eben dem Tag an dem die Erde stillstand. Morrison nutzt das Medium Comic einmal wieder, um ein bisschen medienkulturelle Aufklärung zu verbreiten, daher vermutlich auch die vielen Anspielungen auf die großartigen Filme und Bücher. Ich glaube im ersten Heft war es doch so, dass die Marsianer meinte, sie wären schon einmal dort gewesen und haben da vermutlich auch diese Stützpunkte errichtet (Kriegt der Welten), Gedankenkontrolle der Menschen (Body Snatchers) oder eben Independens Day mit der Raumflotte die angreift. Sind sonst noch wem Zitate zu SciFi Streifen aufgefallen? Jedenfalls war die Konklusion, dass die weißen Marsianer aus ihrer Zwischendimension entkamen und überhaupt die ganze Hintergrundgeschichte mit ihrem Eingriff in die Menschenwelt, sehr cool gemacht. Der detektivische Teil mit der Identifizierung der Marsianer war ebenfalls einleuchtend. Etwas schade fand ich, dass aus der Idee der weißen Marsianer und ihrem Besuch der Erde nicht noch etwas mehr gemacht wurde.  Das Ende verrät außerdem, dass die weißen Marsmenschen noch einmal zurück kehren könnten, wobei die feuernahen Jobs doch naja..nicht ganz so clever erscheinen. Auf jeden Fall eine ausgezeichnete Wahl der ersten Bedrohung. Dadurch wurde J'onn noch einmal beleuchtet und die Ambiguität, mit der er in der Welt der Menschen lebt. Die Dynamik im Team fehlt nocht etwas. Vermutlich wollte man zu Beginn auch den Neuleser mit nicht zu viel character development überfrachten und ist deshalb mehr auf Action gegangen. Wie gesagt die Thematik über Capital Punishment, aber auch den Grad des Wirkens der JLA fand ich eigentlich ganz gut. Für ein Comicbuch sehr reflektiert und nicht zu pathetisch. Sups mit langen Haaren war auch mal wieder eine nette Abwechslung. Abschließend ein sehr einsteigerfreundlicher und geschlossener erster Arc, bei dem vor allem auf die Story gesetzt wurde.   
Zeichnungen: Porter hat dafür, dass wir uns noch mitten in den 90ern befinden einen erfrischenden Stil, der ein bisschen futuristisch wirkt. Obwohl viele kleine Panels verwendet werden, sind sie doch ausreichend detailiert. Über Wonder Womans Frise kann man sich sicherlich streiten, aber ansonsten passt für mich alles. Auch die eigenheiten der jeweiligen Charaktere wurde sehr gut getroffen.

Kommentare:

  1. Ohja, Superman mit langen Haaren. Erinnert mich immer an meine Lieblingsreihe mit Doomsday. Da hat der neue Supi am Ende ja auch lange Haare. Wenn ich mich jetzt nicht komplett täusche :D Schon länger nicht mehr gelesen. Wird mal wieder Zeit.

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  2. Superman mit langen Haaren? Das ist ja mal sehr außergewöhnlich ^^

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