Donnerstag, 2. Mai 2013

Ein Jahr digitale Comics - das Résumé



Als bei einer Keynote von Apple letztes Jahr bekannt gegeben wurde, dass die neueste Version des iPad ein Retina-Display haben wird, also eine Auflösung, die Pixel für das menschliche Auge unsichtbar macht, war klar, hier gibt es keinen Weg mehr zurück. Während meines Umzugs nach Kiel habe ich schmerzlich festgestellt, wie viel Zeug sich über die Zeit ansammelt und grade bei Comics können die Boxen ganz schnell voll werden. Es ist zwar toll, eine Sammlung zu haben, aber der Fakt, dass sie zunehmend die Wohnung einnimmt, war irgendwie "belastend". Daher hatte ich schon länger mit dem Gedanken gespielt, mich von physikalischen Datenträgern zu trennen und bei allen Medien, die ich so konsumiere, auf die digitale Variante umzusteigen. Im Bereich der Musik ging das mit dem Dienst Spotify erstaunlich schmerzlos. Bei Filmen und Serien hat dies mit Sky und dem Onlineangebot SkyGo auch vergleichsweise gut funktioniert, sodass das Budget für Filmkäufe merklich auf den unteren zweitstelligen Bereich geschrumpft ist und ich mittlerweile nur noch sehr selten eine BluRay kaufe. Bei den Comics fehlte mir damals der richtige Anreiz. Immer iTunes-Karten kaufen oder auf dem Rechner Comics lesen? Das kam nicht in Frage, aber mit dieser Vorstellung war klar, dass sich hier einiges ändern würde. Es ist mittlerweile gut ein Jahr her, dass ich mir ein iPad gekauft habe und in der Zeit habe ich viele Erfahrungen gemacht, die ich an dieser Stelle einmal zusammenfassen möchte.
Früher habe ich, weil es in der Stadt keinen Comicladen gab, der US-Comics verkauft, über einen Internetshop meine Comics online bestellt. Das sah dann so aus, dass am Ende des Monats meine Hefte gesammelt an mich verschickt wurden. Der Nachteil war ganz klar, dass man bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, meist 1 bis 2 Monate vor Veröffentlichung, das Comic reservieren und anzahlen musste. Man kann sich vorstellen, dass dies einem weniger aufgeräumten Menschen durchaus schwer fallen kann und schnell in Stress ausartet. So war ich überhaupt nicht mehr flexibel, wenn ich erst kurz vor Release von einer guten Serie gehört hatte. Und das Nachbestellen der Hefte war auch eher eine Qual, da man ewig warten musste, bis sie wieder lieferbar waren und es noch erschwerend hinzukam, dass man Bestellungen aus den lagernden Comics und den Vorbestellungen nicht zusammenlegen konnte. Mit dieser Variante war ich immer einen Monat hinterher, hatte stets schwankende Preise und jedes Mal 6€ Portokosten drauf.
Das war irgendwie nicht das Wahre und ich habe viele Serien dann im Tradepaperback gelesen. 
Aber mit dem iPad hat sich mein komplettes Lese- und Comicverhalten um 180° gedreht! Zunächst habe ich auf meinem kleinen iPod bei einen Swamp Thing Sale zugeschlagen und versucht, das Comic auf diesem kleinen Bildschirm zu lesen. Ist natürlich totaler Schwachsinn, weil man selbst mit Guided View von Comixology nicht viel sieht. Wat, sagt jetzt der Nichtdigitalleser! 
Auf den Applegeräten hat es sich über die Zeit eingebürgert, dass Comixology mit ihrem Angebot an digitalen Comics der Marktführer geworden ist.
Am Anfang hatte man da richtig tolle Sales, also Ausverkäufe, bei denen Serien bestimmter Autoren zu bestimmten Zeitpunkten für 0,99$ angeboten wurden. Das ist natürlich ein Spottpreis und so hat man sicherlich viele Leute an sich gebunden. Leider gibt es seit ein paar Monaten nicht mehr die Knallerangebote, man kann sich das wie mit Amazon früher vorstellen. Die haben monatlich 5€-Gutscheine rausgehauen und ab dem Zeitpunkt, als sie die kritische Masse erreicht hatten, wurde es immer weniger.


Natürlich gibt es ab und zu immer noch tolle Serien zum Sonderangebot, aber die "goldenen" Zeiten sind schon eine Weile vorbei.
Was ist jetzt aber Guided View? Wie sich erahnen lässt, eine Art, wie man Comics konsumiert. Jedes Panel wird mit dieser Funktion aufgezoomt, sodass von der restlichen Seite nichts mehr zu sehen ist. Wenn es mal keine klare Paneltrennung gibt, dann hangelt man sich an den Wordballoons entlang. Eine sehr komfortable Möglichkeit, seine Comics zu lesen, da man so nicht innerhalb von Seiten "gespoilert" wird. Vielleicht geht es anderen auch nicht so, aber wenn ich ein Heft in der Hand habe und umblättere, dann scanne ich ganz automatisch erst mal beide Seiten ab, was da so grob passiert. So diszipliniert nicht auf die rechte Seite zu schauen, das klappt einfach nicht, aber hier hat man die Überraschung natürlich voll auf seiner Seite. Aber um ehrlich zu sein, nutze ich die Funktion relativ selten, da ich mir auf dem iPad die Seiten meistens im Vollbild ansehe.
Na ja, ich hatte nun mein tolles iPad und wollte sofort mit meinem gekauften digitalen "Swamp Thing"-Stapel anfangen. Da kam erst mal die erste Ernüchterung. Weil sie vor einer langen Zeit digitalisiert wurden, als es noch keine HD-Displays von Tablets gab, war die Auflösung bescheiden. Guided View konnte man völlig vergessen, weil es immer verwaschener und verschwommener wurde. Selbst wenn die Seite im Vollbild angezeigt wurde, war der Text, und jeder weiß, wie wortlastig Moores Swamp Thing ist, sehr schwer lesbar. 
Allerdings hat Comixology seit dieser Zeit alle neuen Comics auch als HD-Version im Angebot und updatet alte Hefte regelmäßig. Ok, auf das Update meiner 50 "Swamp Thing"-Hefte warte ich auch heute noch – lesson learned.
Bei den HD-Comics ist das Lesen meiner Meinung nach noch komfortabler als auf Papier. Natürlich ermüden digitale Comics das Auge viel mehr, weil sie selbstleuchtend sind, aber dafür sind die Buchstaben wesentlich knackiger. Man kann bei einem besonders turbulenten und detailreichen Panel auch gern mal reinzoomen und sich daran erfreuen. Weil das iPad nicht ganz das Format eines US-Comics hat, sind die Comics etwas verkleinert (wobei man sie immer auf das gewünschte Format anpassen kann) und hier liegt manchmal sogar ein Vorteil. Ähnlich den A5-Hardcover-Comics von Crosscult tut es manchen Künstlern ganz gut. Denn wenn es etwas gröbere Zeichnungen sind, wirken sie durch die Verkleinerung natürlich etwas detaillierter. Bei sehr feinen Zeichnungen nehme ich das iPad dann meistens im Querformat und vergrößere nach eigenem Wünschen.
Action Cats von Monkey Brain - sollte jeder lesen!
Ein gewaltiger Vorteil ist nun natürlich die Platzersparnis. Ich habe sehr viele Hefte auf dem iPad schlummern, die ich wirklich nicht mehr in meiner Wohnung rumliegen haben möchte. Natürlich macht es einen Riesenspaß, auf dem Fußboden zu sitzen und seine Comichefte in Hüllen mit Papprücken zu packen und sich dann die unmöglichsten Arten, sie zu sortieren, auszudenken, aber für mich steht das einfach in keinem Verhältnis mehr zu dem Stauraum, der nun verschwendet wird. Aber hey, das muss jeder schlussendlich ganz für sich selbst entscheiden.
Kommen wir mal zu einem ebenfalls sehr wichtigen Punkt.
Der Preis
Digitale Comics haben einen großen Vorteil gegenüber ihren Printschwestern und -brüdern. Es gibt einzelne Hefte für normalerweise 1,99$. Das waren früher so 1,49€ und ein wirklich toller Preis. Natürlich bekommt man die neuesten Hefte nur für 2,99$, aber alle Verlage außer Marvel gehen nach einem Monat um einen Dollar runter, sodass die Hefte extrem günstig werden. So habe ich eigentlich immer meine Hefte, die ich regelmäßig mit einem Monat Verzug lese und wenn mal eine ganz neue Serie kommt, dann bin ich auch mal Lebemann und hau die 2,99$ raus.
Allerdings hat Apple irgendwann im vergangenen Jahr beschlossen, mehr Kohle zu verlangen, weil der Euro/Dollar-Umrechnungskurs nicht mehr ganz so geil war und das machte sich dann auch bei den Comics stark bemerkbar. Statt 1,49€ kostete das normale Heft jetzt 1,79€. Klar mag das auf den ersten Blick wie Pfennigbeträge aussehen, aber wenn man monatlich Comics im zweistelligen Bereich liest, summiert sich das. Bei 10 Heften sind das 14,9€, die man früher ausgegeben hat, und heute 17,9€. Da einem als Student auch nicht die Kohle aus den Ohren wächst, war für mich aber immer noch die digitale Variante meine Lösung. Denn ich möchte viel lesen und sehe mich da auch als den klassischen wilden Leser, der Wert auf den Inhalt und nicht das Drumherum legt. Zum Glück gibt es Google und Android-Telefone, sodass ich in den Genuss komme, meine Comics jetzt über die Telefonrechnung zu individuellen Tageskursen kaufen zu können. Da hat man zwar eine große Ersparnis und man kann bequem von einem Gerät zum anderen syncen, aber es fehlt natürlich ganz schnell die Übersicht, wenn der Betrag nicht mehr zeitnah vom Konto eingezogen wird, sondern gesammelt einmal im Monat auf der Telefonrechnung steht. Gut, mit Zettel und Stift kriegt man es schon hin, aber das komfortable Rumtippen auf dem iPad gibt es jetzt nicht mehr.
Die sofortige Verfügbarkeit eine tolle Sache. Mittwoch ist Comictag, wie jeder weiß, und schon ab morgens um  8Uhr kann man sich seine DC Comics auf das iPad laden. Image Comics und Co. folgen dann meist am frühen Nachmittag. Mir entgeht so zwar, dass ich mich im Comicladen mit anderen Comicnerds austauschen kann, aber ohne den Laden entgeht mir das sowieso. Und es ist einfach toll, wenn man abends im Bett liegt und sich schnell noch ein Comic shoppt und das zum Einschlummern liest. Flexibilität ist hier natürlich alles. Ich kann ganz fix in Serien ein- und aussteigen und mir die fehlenden Backissues ebenfalls unproblematisch nachkaufen. Diesen Komfort und die damit verbundene Sorglosigkeit möchte ich nicht mehr missen. Denn so viel Spaß es auch macht, bestimmten Ausgaben hinterherzujagen, ich will sie lieber lesen, anstatt Monate zu suchen. Was uns zu einem weiteren Punkt bringt.
Die Auswahl
Bei Comixology wird man erst mal von einer Vielfalt an Comics erschlagen. Es gibt so viele Verlage, die ihre Comics präsentieren, dass wirklich für jeden was dabei ist. Zudem ist es durch verschiedene Kategorien und Empfehlungen leicht etwas zu finden. Natürlich spielt der niedrige Preis dabei eine Rolle, wenn ich ständig neue Serien ausprobiere und zwar von Verlagen, die ich vorher nie kannte. Klar kann man im dicken Preview-Katalog auch mal nach hinten blättern und hat das gleiche, aber hier macht es einfach Spaß, sich durch die meistverkauften Hefte zu klicken. Was für mich auch sehr wertvoll ist, ist die Bewertung durch Nutzer. So weiß ich, welches Heft auf jeden Fall gut ist und ich muss mich nicht durch etliche Reviewseiten lesen, um ein paar Meinungen einzuholen. Natürlich läuft so eine Aggregation immer Gefahr, dass sie nicht differenziert ist, aber für den schnellen Blick reicht es vollkommen. Zumal mir als Leser direkt am Ende jedes gelesenen Comics die Möglichkeit der Bewertung gegeben wird, die ich natürlich auch nutze. Besonders toll ist der digital only Verlag Monkey Brain. Die bringen einfach so viele herrlich erfrischende Independent Comics raus und für 0,99$ kann man auch absolut nichts falsch machen. Zudem hat Comixology ein  Submit-Funktion aufgebaut, bei der Leute ihre Comics selbst anbieten können. Die Schwelle für unbekannte Comics ist hier so unglaublich gering, dass man gerne Sachen ausprobiert. Sonst würde man vielleicht auf die Printvariante warten, die unter Umständen nur als Trade kommt, und dann haut man viel Kohle für eine potenziell genauso gute wie schlechte Serie raus. Zum Reinschnuppern lohnen sich also digitale Comics definitiv. Außerdem bieten immer mehr Verlage digital firsts an, also Comics, die man erstmal digital lesen kann und die manchmal später gesammelt auch als Druckversion erscheinen. Hier wird meistens direkt für das Querformat eines Tablets designt und mit Serien wie Batman 66, der "Dark Knight"-Reihe oder der jüngst gestarteten Adventures of Superman gibt es viele Serien, die man für 99 Cent wöchentlich lesen kann und die einen guten Umfang haben.
Aber nicht nur Comixology bietet digitale Comics an. Auch das hier bereits besprochene The Private Eye von Brain K. Vaughan kann man bequem als PDF kaufen und auf dem Tablet gemütlich lesen. Ebenfalls besondere Erwähnung sollte Sex and Violence von Jimmy Palmiotti und Justin Gray bekommen, die tolle Arbeit geleistet haben. Aus einem Kickstarter ging das Teil hervor und wird nun unkompliziert über Paypal bezahlbar für den digitalen Markt angeboten. Das war jetzt erst mal die hübsche Seite, aber alles ist eben auch nicht so toll.
Die Probleme
Als ich mit Christian vom Second Unit Podcast beim Mittag über Nerdkram sinnierte, wurde mir die von mir so lange verdrängte Problematik noch einmal deutlicher. Alles das, was man kauft, besitzt man natürlich nicht. Man erwirbt die Lizenz, die Hefte auf dem Gerät zu lesen, und zwar nur in der Comixology-App. Nix mit schnell mal auf dem Rechner als Back-up speichern und für schlechte Zeiten aufbewahren. Auf der anderen Seite kann ich natürlich von überall aus auf meine Comicsammlung zugreifen. Ein Vorteil, der mir besonders auf langen Bahnreise die Zeit merklich verkürzte. Aber was ist, wenn Comixology doch mal die Pforten schließt? Dann habe ich zwar noch die Hefte auf meinem Gerät, aber auch das ist nicht für ewig. Eine ziemliche Zwickmühle, die ich momentan mit dem Argument "to big to fail" ganz gut umgehen kann, aber es sollte jedem klar sein, bevor er damit anfängt, sich Comics digital zu kaufen, dass die ganze Sache auch ein Risiko ist.
Auf der anderen Seite hat die App öfter mal Husten und verschluckt Downloads und spinnt sonstwie rum. Gerade gestern wollte ich mir die erste Ausgabe von The Movement runterladen und ich bekam nach 20 MB einen Error. Immer wieder. Zum Glück sind die Serviceleute bei Comixology ziemlich flink und man erreicht sie schnell. So sind die meisten Probleme sehr zügig geklärt. Nur einmal hatte ich einen so großen Fuckup, dass ich die App löschen und alle Comics wieder neu runterladen musste. Das ist zwar unangenehm, aber hey, davon ging die Welt auch nicht unter. Diese kleineren Problemchen treten mir allerdings in letzter Zeit ein wenig gehäuft auf, was manchmal schon ärgerlich sein kann.
Tja und erst letzten Monat haben wir einen weiteren Punkt auf den Tisch bekommen: Zensur. Neben Sex wurde die letzte Ausgabe von Saga nicht in der App verkauft. Klar, für Leute, die auf der Webseite von Comixology mit Kreditkarte zahlen kein Problem, aber ohne war man schon ziemlich am Arsch. Es stellte sich dann auch noch heraus, dass nicht Apple hier die Freigabe verweigert, sondern dass Comixology weiche Eier bekommen hat und sie lieber nicht verkaufen wollte. Mit der Entscheidung war ich natürlich erst mal unglücklich, aber immerhin war das Heft, das es betraf, ausreichend groß, sodass es hoffentlich ein Denkzettel für Comixology war und sie mit dem Kram gar nicht erst anfangen! Aufgrund des Druckes der Comicleser wurden die Hefte am Ende dann doch angeboten. Trotzdem bleibt man dieser Willkür völlig ausgeliefert, auch wenn es Umwege gibt.
Na ja und der letzte wirklich negative Punkt hängt mit anderen Apps zusammen. Der von mir sehr geschätzte Dark Horse Verlag ist nämlich nicht bei Comixology. Der hat 'ne eigene App und die ist ganz schön scheiße. Selten HD-Varianten vom eigentlich nicht sooo umfangreichen Verlagsprogramm und ich weiß, das ist echt assi von mir, aber ich hab keinen Bock, in eine andere App zu wechseln. Wozu hat das schlussendlich geführt? Ich lese eigentlich gar nichts mehr von Dark Horse und das finde ich irgendwie ziemlich schade. Aber gut, bei Image erscheint momentan so viel großartiges Zeug, dass ich eh kein Problem damit habe, jeden Monat mein Budget für Comics zu sprengen, aber es wäre schon sehr schön, wenn sie auch noch bei Comixology drin wären.
Tja, was bleibt unterm Strich?
Ich bin ziemlich glücklich damit, wie es momentan läuft und ich will auch nicht mehr zu den Printheften zurück. Vielleicht merken einige Verlage auch langsam, dass digitale Leser und Veröffentlichungen überhaupt keine Konkurrenz für den Printmarkt sind. Denn mich als Leser hätte der Printmarkt ziemlich schnell verloren. Ich lese momentan so viel, weil es digital natürlich auch günstiger ist, und trage dadurch auch meinen Teil dazu bei, dass Comics nicht sterben. Deshalb sollten Verlage reine Digitalleser auch als Ergänzung und völlig eigenständige Kundengruppe sehen. Man kann nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn dann immer noch so ewig Gestrige rumlaufen und Printhefte mit dreimonatiger Verzögerung anbieten. Ne, ihr habt das nicht verstanden und deshalb werde ich eure Comics auch nicht mehr kaufen.
Ich würde mir wünschen, dass mit der App und den günstigen Comics viel mehr Leute auf das Medium aufmerksam werden und sich damit beschäftigen. Denn es ist nun mal so, dass die wenigsten Bock haben, sich in einen Comicshop zu bewegen, zumal dies auch nur der sehr urbanen Bevölkerung überhaupt ermöglicht wird. Klar, die wenigsten Comicshops sind furchtbar und von Leuten geführt, die den Nichtnerd verächtlich anstarren, aber ich glaube, das spielt immer noch eine große Rolle bei den Vorurteilen gegenüber Comics. Und was wir eigentlich wollen, ist doch, dass mehr Leute Comics lesen und mehr tolle Comics gezeichnet/geschrieben werden, oder?
Digital hilft da! Was meint ihr?

Kommentare:

  1. Ich stehe dem Thema sehr gespalten gegenüber. Einerseits finde ich es toll Hefte zu sammeln aber der Preis und Platz ist auch deftig. Natürlich könnte man sich ein Nerd Zimmer einrichten aber da stellen die ganzen Frauen ja immer die Krallen :D

    Digitale Comics hingegen finde ich ebenfalls klasse. Sofort verfügbar ohne auf die Post warten zu müssen oder sich durch Hagel zum nächsten Shop kämpfen zu müssen ABER man besitzt die Hefte einfach nicht. Das ist ebenfalls wieder vollkommen inakzeptabel. Um eine tolle Sammlung zu haben muß man also wieder auf illegale Vertriebswege zurück greifen. Zum Momentanen Zeitpunkt ist beides nichts ganzes und nichts Halbes.

    Die Digitalen Comics sind mit zu viel Gängelung versehen und die Print Hefte zu teuer.

    Ich würde auch gerne Spider-Man, Batman, Iron Man und Thor sammeln aber wohin? Ich schaffe es mittlerweile nur noch mit biegen und brechen Batman unter zu bekommen :O)


    Für mich ist die Zukunft der Comics Digital aber auch nur wenn ich diese zu 100% besitze.

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  2. Comixology ist wirklich riesig. Ich habe Angst, dass ich durch die Vielfalt leider gar nicht die meisten Sachen entdecke, da es einfach zu viel gibt!

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